Zu warme Temperaturen im Norden

Sonntag 26.06.2022

Wir standen heute morgen um 6 Uhr auf, zogen uns direkt an und gingen zu unserem Servicehaus. Die Waschmaschine war noch frei :)! Nach knapp einer Stunde war die Wäsche fertig gewaschen. Fabian sortierte die Stücke aus, welche wir Tumblern konnten und hängte den Rest an unserer Wäscheleine auf. In der Zwischenzeit erledigte Tanja den Abwasch.

Der Tumbler war nach gefühlt 20min bereits fertig. Es war fast alles trocken, was uns positiv überraschte. Wir verbrachten den Tag grösstenteils in unserem Wohnwagen und liessen die Klimaanlage laufen, da wir wieder Temperaturen von über 30 Grad hatten. Als die Wäsche komplett trocken, zusammengerollt und verräumt war, gingen wir einkaufen.

Im ICA war nicht viel los, wir schlenderten gemütlich durch die Gänge und schauten, was es so gibt. Im Wohnwagen haben wir die Lebensmittel verstaut und setzten uns wieder in unsere Essgruppe. Draussen war es uns viel zu heiss.

Am Abend entsorgten wir unseren Müll und trennten gemäss den vorgegebenen Containern das Plastik, Metall und Karton. Bei der Minigolf Anlage war nicht viel los und ein grosser Teil der Bahnen waren im Schatten. Daher entschieden wir uns eine Runde Minigolf zu spielen. Die Bahnen sahen super aus und waren nicht zu schwer (vielleicht lag es auch nur an der Übung oder, dass es kaum Spieler gab), weshalb wir beide sehr gut waren. Für die 12 Bahnen brauchte Fabian 41 und Tanja (nur!) 42 Schläge :).

Zurück im Wohnwagen holte Fabian frisches Wasser und Tanja erledigte den Abwasch. Es war draussen immer noch hell, obwohl es nach 10 Uhr war. Dementsprechend gingen wir spät ins Bett.

Montag 27.06.2022

Auch heute klingelte der Wecker um 6 Uhr, welchen wir überhörten. Daher standen wir erst eine Stunde später auf und gingen duschen.

Leider war es heute wieder gleich heiss wie gestern. Daher verschanzten wir uns im Wohnwagen und genossen die Ergebnisse der Klimaanlage. Am Nachmittag begann es ein wenig zu winden. Daher konnten wir am frühen Abend das Tarp abbauen und alles im Wohnwagen verstauen.

Auch im Innern räumten wir auf und bereiteten die morgige Abreise vor.

Dienstag 28.06.2022

Heute kamen wir pünktlich um 7 Uhr aus dem Bett. Wir hatten eine äusserst warme Nacht hinter uns, weshalb wir keinen Appetit auf Frühstücken hatten. Ca. um halb neun fuhren wir los. Es war herrlich bewölkt. Als es das erste Mal regnete, waren wir beide begeistert :). Auf dem Weg zum nächsten Campingplatz machten wir eine Pause von etwa einer Stunde. Fabian liess die Autotür offen, damit etwas kühle Luft hineinkommen konnte. Dies war jedoch nicht das Einzige. Eine sehr grosse Hummel flog fröhlich ins Auto und versteckte sich vorne zwischen der Amatur und Frontscheibe. Als Tanja mit der Fliegenklatsche aus dem Wohnwagen zurückkam (um der Hummel den Weg nach draussen zu zeigen), hörte sie Fabian jubeln. Die Hummel fand den Weg zurück in die Freiheit von selber :).

Wir richteten uns rasch ein und verzichteten darauf das Tarp zu stellen, da die nächsten Tage eher regnerisches Wetter versprachen. Nachdem wir unser Mittagessen gegessen haben, begann es zu regnen. Trotzdem hatten wir die Fenster lange geöffnet und genossen die kühle Luft, welche den Weg zu uns fand.

Den Nachmittag verbrachten wir gemütlich im Wohnwagen. Endlich hatte Tanja wieder (mal) Lust zum kochen. Zuerst wurden die Kartoffeln gekocht, danach gab es einen leckeren Kartoffelgratin im Omnia Backofen.

Wir liessen den Abend gemütlich ausklingen, liefen über den Campingplatz und spielten anschliessend noch Uno.

Mittwoch 29.06.2022

Heute konnten wir ausschlafen. Nachdem wir gefrühstückt hatten, fuhren wir in das Städtchen um Nora anzuschauen. Nachdem wir beim Centrum geparkt hatten und uns gerade auf den Weg machen wollte, kam ein Mann auf uns zu. Er sprach uns auf English an und fragte, ob wir Touristen seien. Als wir bejahten, meinte er, dass er unser Autonummer gesehen habe und daher wisse, dass wir aus Tschechien kommen würden. Als Fabian ihn korrigiert hatte, bekamen wir viele gute Tipps, wofür wir uns bei ihm bedankten. Tanja war froh, als wir weitergehen konnte, da der Mann einen ziemlichen Gestank verbreitete. Dies erklärte Fabian auch, warum Tanja nicht besonders viel gesprochen hatte (da sie mit dem Atmen durch den Mund beschäftigt war).

Zuerst liefen wir zum Hafen, wo sich die Touristeninformation befand. Fabian kam mit drei Prospekten zurück. Mit dem Ersten konnten wir Nora gut besichtigen und erhielten Informationen zu den spezifischen Häusern. Der Zweite enthält allgemeine Informationen zu Nora und der Dritte würden wir erst später brauchen, da dieser für Pershyttan (Mining Village) ist.

Nach unserem gemütlichen Rundgang gönnte sich Fabian eine der spezifischen Nora-Glacen. Es gab jeden Tag 1x Kugel Vanilleeis, 1x Kugel Haselnusseis und 1x Kugel der täglich-wechselnden Eissorte. Bei der Tafel stand, dass es Polkagris sei. Eine rasche Google Suche ergab, dass dies die rot-weiss-gestreiften Bonbons waren. Fabian kam mit einer riesigen Eiswaffel zurück. Auch wenn er sich grosse Mühe gab, schmolz das Eis in der Sonne fast schneller, als er es essen konnte. Wir wissen nun auch, dass Polkagris nicht nur „normale“ Bonbons sind, sondern, dass es sich um Pfefferminze handelt. Dies als Eis zu essen, war sehr speziell und etwas gewöhnungsbedürftig.

Auf dem Weg zum Wohnwagen kauften wir rasch ein paar Lebensmittel ein. Da Fabian keinen Hunger hatte, wärmte sich Tanja die gewählte Karottensuppe mit Kokosnussmilch auf und merkte beim ersten Löffel, dass der erwähnte Chili (wurde leider beim Kauf nicht gesehen) auch sehr ausgeprägt zu schmecken war.

Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach Pershyttan. Die Saison mit Führungen in die Eisengruben startet leider erst am Samstag, 2. Juli 2022, weshalb wir einfach den normalen Rundgang machen konnten. Die alten restaurierten Geräte, mit welchen das Eisenerz abgetragen wurde, beeindruckte uns sehr. Es gab auch ein Haus mit einem Wasserrad. Wir glauben, dass wir noch nie ein so grosses gesehen haben! Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Den restlichen Tag verbrachten wir im Wohnwagen (mit Klimaanlage :)). Fabian bearbeitete die gemachten Fotos und Tanja schrieb etwas am Blog. Da wir morgen einen Zoo besuchen wollten, versuchten wir die benötigten Tickets Online zu buchen. Leider war der W-Lan Empfang nicht besser, weshalb wir nach ca. 30 Minuten (um 23 Uhr) aufgegeben haben und schauen wollten, ob es morgen vor der Rezeption besser klappen würde.

Donnerstag 30.06.2022

Unser Wecker klingelte uns um 7 Uhr aus dem Bett. Die Raben, welche auf dem Platz heimisch sind, krächzten jedoch bereits seit ca. 1 Stunde, weshalb wir beide schon wach waren.

Nachdem wir uns angezogen und gefrühstückt hatten, gingen wir zur Rezeption. Hier hatten wir etwas besseres W-Lan. Die Website des Zoo’s war nicht sehr kundenfreundlich (für Ausländer/Touristen). Fabian fand zum Glück eine Schwachstelle heraus, mit welcher wir dann doch noch die Tickets buchen konnten. Wegen Corona müssen alle Tickets online gekauft werden und es gibt eine begrenzte Platzanzahl pro Tag.

Die Fahrt zum Zoo dauerte ca. 1h und 30 Minuten und führte uns durch schöne Landschaften. Kurz nach 10 Uhr kamen wir an und liefen zum Eingang. Mit den Tickets kann jedoch nicht nur der Parken Zoo besucht werden, sondern auch noch einen Rummelplatz und ein Freibad. Der Preis von 440 Kronen / Erwachsenen finden wir daher gerechtfertigt, wenn nicht sogar etwas günstig.

Leider erhielten wir keinen Plan der Anlage. Da jedoch bei jedem Gehege einer abgebildet ist, gehen wir davon aus, dass wir +/- alles gesehen haben. Im Parken Zoo gibt es hauptsächlich bedrohte Tierarten, welche in schönen und artgerechten Behausungen leben. Einige Tiere haben auch mehrere Gehege und sind je nach dem mal im einen oder dem anderen anzutreffen (sofern man das richtige Gehege finden kann :)).

Unser Mittagessen assen wir im Zoo selber. Auch hier wird auf Online-Buchung gesetzt. Wir konnten mit dem QR-Code die Speisekarte einsehen, bestellen und direkt bezahlen. Per SMS wurden wir informiert, als das Essen zur Abholung bereit stand. Vor dem Restaurant stand ein grosses Tablet, mit welchem auch Bestellt werden konnte.

Als wir mit unserem Rundgang fertig waren, beschlossen wir nochmals kurz die Erdmännchen zu besuchen, da bei ihnen einiges los war. Anschliessend sahen wir uns die verschiedenen Achterbahnen an. Es waren mehrheitlich Bahnen für Kinder, mit unterschiedlichen Altersgruppen. Beim Ausgang holte sich Fabian ein Softeis.

Durch das schöne Wetter, mit der hohen Luftfeuchtigkeit, war Tanja ziemlich müde geworden (die Raben hatten vermutlich auch noch ihren Anteil daran…). Auf dem Rückweg dauerte es nicht lange, bis sie einschlief. Fabian hielt tapfer durch und fuhr uns sicher nach Hause.

Beim Wohnwagen angekommen, genossen wir den restlichen Tag und spielten eine Runde Uno.

Freitag 01.07.2022

Trotz der Bemühungen der Raben konnten wir heute etwas länger schlafen. Nachdem Frühstück ging Fabian zur Rezeption und bezahlte für 1x Waschmaschine und 1x Tumbler. Bald darauf war unsere Wäsche gewaschen, getrocknet und wieder in den Schränken verstaut.

Anschliessend gingen wir einkaufen und staunten, da es ziemlich viele Personen hatte. Der Ica war jedoch auch „nur“ ein Supermarket, welcher vergleichbar mit dem Coop in Münchenbuchsee ist – nur der Parkplatz ist draussen und doch etwas grösser :). Selbst die EuroCombi-LKW können hier ohne Probleme einen Platz finden.

Am Nachmittag putzten wir etwas und genossen die Klimaanlage im Wohnwagen. Wir spielten Uno und warteten darauf, dass es etwas kühler wurde. Sobald die Temperaturen etwas erträglicher wurden, leerten wir die Toiletten-Kassette und das Abwasser-Taxi. Die Sonne deutete ihren Sonnenuntergang um ca. 22 Uhr an, weshalb wir nun endlich duschen gehen konnten.

Samstag 02.07.2022

Um 04.30h am Morgen veranstalteten die Raben ein „Konzert“. Dazu setzte sich Eine auf unseren Wohnwagen (aufs Dach über unserem Bett), „sang“ in voller Lautstärke und hüpfte dann über die ganze Länge nach vorne bis auf Höhe vom Essplatz.

Zum Glück konnten wir danach nochmals etwas schlafen – bis uns der angekündigte Regen weckte. Die grossen Regentropfen hämmerten auf unser Dach und machten ein längeres liegen bleiben kaum möglich. Ein kurzer Blick zu unseren Nachbarn bestätigte, auch sie waren wach. Tanja musste leider das Sanitärgebäude aufsuchen, weshalb sie sich anzog. Der Weg zum Sani-Haus war eigentlich nicht lang, dennoch war sie komplett durchnässt, als sie dort ankam.

Auf dem Rückweg regnete es bereits nicht mehr so stark. Wir frühstückten gemütlich und räumten im Wohnwagen etwas auf. Fabian nutzte die kurzen Regenpausen und begann draussen die Abfahrt vorzubereiten. Wir staunten, als der Regen pünktlich um 8.30 Uhr aufhörte, weshalb wir pünktlich um 9 Uhr losfahren konnten.

Die Strecke bis nach Säffle beinhaltete in etwa 2h 30min Fahrzeit. Wir hatten daher genügend Zeit. Unser Navigations-System wurde von den Gewitterwolken etwas beeinträchtigt, weshalb wir ca. 2x anhalten mussten, um zu prüfen, ob wir auf dem richtigen Weg waren oder nicht.

Kurz nach 12 Uhr kamen wir, zusammen mit drei (deutschen) Wohnmobilen beim Campingplatz in Säffle an. Fabian suchte die Rezeption auf, um anzufragen, ob unser gebuchter Platz bereits frei sei, oder nicht. Es dauerte lange, bis er wieder zurück kam. Offenbar konnte keiner der sechs Deutschen genug english um sich mit der Rezeption zu verständigen, weshalb Fabian als Dolmetscher diente.

Gerade als wir unseren Wohnwagen fertig einrichten wollten, gab Fabian ein lautes (und entzücktes) „Oh!“ von sich. Tanja suchte lange, bis sie den Grund fand: ein kleiner dunkelbrauner Frosch hüpfte zwischen dem Auto und dem Wohnwagen auf und ab. Da wir ihn nicht verletzen wollten, wollte Fabian in in das hohe Gras vor dem nahen Wald aussetzen, welches direkt an unseren Platz grenzte. Der Frosch sah diese „Rettungsaktion“ jedoch nicht ein, weshalb Fabian ihn etwas jagen musste. Erst als der Frosch sicher in den Händen von Fabian sass, liess er unsere Hilfe über sich ergehen.

Beim Aufbau des Tarps sahen wir immer wieder auf den Boden, sahen jedoch keine weiteren Frösche mehr. Durch den kühlen Wind, sassen wir nicht besonders lange draussen. Bald verzogen wir uns in den Wohnwagen und verbrachten einen gemütlichen Nachmittag.

Später wollen wir den Campingplatz noch erkunden und über den Platz laufen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: