Schicksal oder Glück

Sonntag 22.05.2022

Wir standen pünktlich auf, sodass wir nach einem Kaffee und Tanjas Frühstück um kurz nach 8 Uhr losfahren konnten. Es waren nicht so viele Kilometer nach Luleå, wie wir auch schon gefahren sind. Kurz nach dem Mittag trafen wir ein und starteten eine Waschmaschine sobald wir uns eingerichtet haben. Ein wenig später besprachen wir uns, da unser „Badezimmer“ im Wohnwagen immer wie übler roch. Wir beschlossen die beim Umbau angebrachten Bretter zu entfernen. Dies hat leider nicht geholfen, wir sahen lediglich, dass eines davon hinten geschimmelt war – dieses werden wir so bald wie möglich entsorgen! Danach versuchten wir unser Glück von aussen und entfernten den Toilettenkasten. Hier wurden wir fündig – da es kein Thema ist, welches wir auf diesem (oder einem anderen Kanal) grossartig ausdehnen wollen, informieren wir lediglich, dass wir das Problem gefunden haben und es lösen konnten.

Da der Tumbler, welchen wir nutzen wollten, seit 45 Minuten anzeigte, dass die sich darin befindende Wäsche nur noch 15 Minuten benötigte, ging Tanja’s Geduld zu Ende. Wir bauten unseren portablen Wäscheständer von Biltema auf und konnten viele Kleidungsstücke aufhängen. Die Sonne und der leichte Wind reichten noch aus, damit fast Alles trocken wurde. Der Rest wurde über die Nacht in der Nähe der Heizung deponiert.

Montag 23.05.2022

Wir schliefen heute Morgen aus. Nach einem Kaffee und Redoxon besprachen wir den bevorstehenden Tag:

-Der Blog der letzten Woche ist noch zu verfassen (das Mitschreiben hat leider wieder nicht funktioniert :))
– Einkaufen
– Campingplatz, die Nahe gelegene Ruine und Zug-Museum erkunden
– Wäsche zusammenlegen

Da wir etwas später dran und nicht erpicht waren, die Züge und die Ruine während der Mittagssonne zu besichtigen, beschlossen wir zuerst mit dem Blog anzufangen. Anschliessend fuhren wir zum Lidl um unseren Einkauf zu erledigen. Leider sind die in Norwegen lieb-gewonnenen Skyr-Joghurts in Schweden kaum erhältlich – der Lidl führte auch keine Produkte dieser Art. Daher testeten wir Alternativ-Produkte, welche jedoch nicht weiter verfolgt werden. Wir geben nicht auf und werden weiter suchen :).

Tanja kochte anschliessend im Wohnwagen unser Mittagessen. Nach einer kurzen Siesta zogen wir unsere Wanderschuhe an und packten je eine gefüllte Flasche in Fabians Foto-Rucksack. Rasch kamen wir zum Zug-Museum. Wir liefen durch die abgestellten Waggons genossen die warme Sonne. Da die Wagen dem Wetter komplett ausgeliefert sind, waren die Spuren von Regen, Schnee und Wind deutlich zu sehen. Soweit wir erkennen konnten, rostete alles vor sich hin.

Nur einmal über die Strasse, dann kamen wir direkt zur Ruine. Wir rätselten lange, was für ein Gebäude es mal war. Vermutlich war es ein Stahlwerk, was auch die Gleise erklärt, welche bis zur Ruine führten. Die Natur hatte sich bereits grosse Teile von der ehemaligen Fabrik zurückerobert.

Anschliessend liefen wir weiter und kamen zu einem abgelegeneren Teil des Campingplatzes. Hier war der Boden sandig, über einen steilen Hang kommt man direkt zum Meer. Wir setzten uns auf eine Holzbank, tranken und genossen die herrliche Aussicht. Als wir weitergingen fanden wir die kleine Badi, welche immerhin über Rutschbahnen und ein Wellenbad verfügte. Auch hier wird die Saison noch kommen, alles war zu.

Wir verbrachten einen gemütlichen Abend und spielten Uno. Zur Abwechslung hatte Tanja die besseren Karten als Fabian und gewann oft :).

Dienstag 24.05.2022

Fabian erwachte früh heute Morgen und kochte Tanja erst mal einen frischen Kaffee. Anschliessend machte Tanja die Sandwiches für den heutigen Ausflug und Fabian erledigte den Abwasch. Wir kamen ca. um 10 Uhr beim Storforsen an. Da wir von einem kurzen Rundweg ausgingen, welcher gut begehbar sein würde, nahmen wir lediglich den Foto-Rucksack mit und liessen die gefüllten Flaschen und Wanderschuhe im Auto. Dies erwies sich als weniger gute Idee.

Wir genossen die Aussicht und staunten über die Wassermassen, welche herunterrauschten. Die Kraft des Wassers war sehr eindrücklich. Zum Glück hielt der Damm, weshalb wir auf der einen Seiten das Tosen des Wasserfalls mit Stromschnellen hörten, und auf der anderen Seite ruhige Bäche, welche sich teilweise zu grösseren Pools sammelten. In diesen mit Wasser gefüllten Becken, könnte im Sommer geschwommen werden.

Als wir wieder beim Auto waren, tranken wir ausgiebig und fuhren dann zu einem nahe gelegenen Parkplatz, wo wir unser Mittagessen verzehrten. Zurück beim Wohnwagen machten wir eine wohlverdiente Pause und putzten anschliessend. Obwohl wir den Boden regelmässig mit dem Handbesen wischen, sammelt sich der Staub und Schmutz rasch an. Heute haben wir feucht aufgenommen, was sehr nötig war. Wir sind gespannt, wie lange die Sauberkeit diesmal anhält :).

Mittwoch 25.05.2022

Wir nutzten den heutigen Tag, um einzukaufen, eine kleine Reparaturarbeit durchzuführen und um wieder mal Wäsche zu waschen. Bevor wir zum ICA fuhren, nutzen wir die Gelegenheit der freien Waschküche und starteten einen Waschgang mit 60 Grad. Als wir zurück kamen schien immer noch die Sonne, weshalb wir eine zweite Maschine beluden, um unsere Kleider zu waschen.

Da es schön sonnig war und ein leichter Wind wehte, bereiteten wir den kleinen Stewi vor, damit wir unsere Kleider rasch und unkompliziert trocknen konnten. Leider war die Waschkarte für die Aktivierung des Tumblers leer. Fabian bemühte sich an die Rezeption. Dieser Weg war vergebens, da wir den Tumbler auch mit geladener Karte nicht starten konnten. Nach kurzer Diskussion stellten wir unsere Tarp-Stangen auf und spannten diese grosszügig ab. Zwischen die Stangen knüpften wir eine unserer Wäscheleinen. Nachdem die Waschmaschine ihre Arbeit erledigt hatten, legten wir die Bettbezüge und das Fixleintuch darüber. Fabian war gerade dabei ein Foto für Polarsteps zu machen, als sich ein Hering aus dem Boden befreite und dadurch unsere ganze Konstruktion zusammenviel. Rasch konnten wir das Problem lösen, bis alles trocken wurde hielt unsere improvisierte Wäscheleine dem Druck stand.

Am Nachmittag tauschte Fabian einen Push-Lok bei der Küchenschublade aus. Der Gebrochene konnten wir anschliessend wieder kleben und daher wiederverwenden. Wir hoffen, dass wir demnächst einen Ersatz-Push-Lok finden werden, damit solche Tausche etwas einfacher durchgeführt werden können. In der Zwischenzeit putzte Tanja mit den feuchten Putztüchern das Bad und die Küche. Es war schön die spiegelnde Oberfläche für eine kurze Zeit ohne Staub zu sehen :).

Donnerstag 26.05.2022

Heute kamen wir beide nur schwer aus dem gemütlichen Bett. Aus diesem Grund waren wir ca. 1h später abfahrbereit als sonst. Es begann zu regnen und regnete immer wieder bis wir in Umeå eintrafen. Auch wenn die Strecke viel kürzer war, als unser Durchschnitt, zog sich der Weg sehr, weshalb wir dankbar waren, als wir endlich ankamen.

Das Wetter wurde besser und die Sonne schien. Daher stellten wir rasch unser Tarp auf, und setzten uns gemütlich nach draussen. Plötzlich schreckte Fabian auf und legte sich halbwegs unter den Wohnwagen. Dann verschwand er auf die andere Seite. Leider (oder zum Glück?) stellte er fest, dass unsere Pneus am Wohnwagen kein Profil mehr aufwiesen und das Metall sichtbar war. Wir diskutierten was wir nun machen sollten. Es war schliesslich Auffahrt, weshalb viele Geschäfte (ausser Lebensmittel) geschlossen waren. Entweder würden wir den Pannendienst verständigen, damit dieser auf dem Platz die Reifen wechseln würde (dies war jedoch nicht dringend, weshalb es nicht unbedingt an einem Feiertag gemacht werden musste) oder wir fuhren langsam bis zum nächsten Reifenhändler, welcher die benötigten Pneus hoffentlich an Lager habe. Nach einigem hin und her riefen wir zu Hause an und erklärten unsere Situation. Wir erhielten den benötigten Support und die Unterstützung – An dieser Stelle nochmals vielen Dank!

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit einem Spaziergang über den grossen Campingplatz und einer anschliessenden Spielerunde.

Freitag 27.05.2022

Wir schliefen heute aus, da der nahe gelegene Euromaster erst um 9 Uhr öffnete. Fabian fuhr mit dem Auto hin um abzuklären, ob dieser solche Pneus an Lager hat, oder nicht. Tanja blieb im Wohnwagen und räumte etwas auf, wusch ab und wischte den Boden durch. In den letzten paar Tagen hatte sich leider schon wieder einiges an Dreck gesammelt. Fabian kehrte rasch zurück und brachte gute Neuigkeiten mit. Euromaster hat die Reifen an Lager und schiebt uns zwischen die anderen Aufträge. Wir hatten einen Termin nach dem Mittag. Daher bauten wir unser Tarp rasch ab und verstauten die Stühle und den Tisch.

Die Zeit reichte aus, damit wir noch einkaufen konnten. Danach holten wir den Wohnwagen ab und fuhren langsam bis zur Garage. Wir wollten die Reifen auf keinen Fall überlasten und fuhren daher mit ca. 30km/h. Fabian wählte extra Quartierstrassen, damit wir den Verkehr nicht zu stark belasten. Rasch fuhren hinter uns vier andere Autos. Wir waren überrascht, dass keines davon drängelte oder überholte (auch als Fabian es extra an einer übersichtlichen Stelle anbot). Generell ist es sehr schön in Schweden, da (fast) alle miteinander fahren und alle aufeinander achtgeben. Hupen hören wir nur sehr selten.

Der Reifenwechsel wurde in kurzer Zeit und unkompliziert ausgeführt, weshalb wir rasch wieder beim Campingplatz ankamen. Wir richteten uns ein, verzichteten jedoch darauf das Tarp wieder aufzustellen, es wurde leider weiterhin eher Regen angekündet.

Samstag 27.05.2022

Wir erwachten aufgrund des starken Regens. Die Aussichten auf den kommenden Tag waren gemäss Wetterbericht nicht wirklich besser. Aus diesem Grund verzichteten wir darauf die geplante Wanderung durchzuführen und gingen stattdessen einkaufen :).

Im Avion-Shopping gab es sehr viele Geschäfte. Das Zentrum wirkte relativ neu, der von uns angestrebte Clas Ohlson Laden, war leider noch nicht eröffnet… – Dennoch gab es viel zu sehen. Wir fanden einen Dressmann XL und wollten für Fabian eine Trainerhose kaufen. Da es keine passende gab, erstanden wir ein paar luftige T-Shirts mit ausgefallenen Prints. Diese werden in den Ferien bestimmt noch oft angezogen :).

Unser Mittagessen holten wir bei Ikea. Wir staunten, wie voll die Ikea generell und somit auch das Restaurant war. Nach dem Essen fuhren wir weiter zu einem Caravan Händler. Die ausgestellten Fahrzeuge sahen alle sehr hochwertig und gut isoliert aus. Bei den Schubladen sahen wir, dass alle den Push-Lok lediglich zum sichern verwendeten. Um die Fächer zu öffnen, waren separate Griffe angebracht. Uns gefiel diese Idee sehr, weshalb wir diese bei uns auch aufgreifen und die Schubladen ergänzen wollten.

Im kleineren Shop fanden wir uns nicht besonders gut zurecht. Einige Produkte haben wir mehrmals an verschiedenen Regalen gesehen und fragten uns, wie sie hier den Überblick behalten konnten. Griffe oder ähnliches haben wir nicht gefunden und die Bremskeile waren ausverkauft (gehen wohl öfters vergessen 😀 ). Dafür fanden wir einen Toaster, welcher auf dem Gasherd verwendet werden darf und einen kleinen Wasserkocher.

Also fuhren wir zurück und nochmals in die Ikea. Nachdem wir durch das ganze Gebäude gelaufen sind, fragten wir einen der Angestellten im Lagerbereich, wo die Griffe und Knöpfe zu finden seien. Er stand auf und bat uns ihm zu folgen. Ein paar Schritte weiter und wir waren schon am Ziel :). Wir waren uns rasch einig und nahmen die gewünschten Packungen mit. Anschliessend fuhren wir noch in den Biltema, wo Fabian nach längerem Suchen ein kleines Borer-Set und einen zweiten Bremskeil fand.

Sobald wir wieder beim Wohnwagen waren, begann Fabian die Griffe zu montieren. Sie sehen super aus und es fühlt sich an, als ob diese schon immer da gewesen sind!

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